Outbound-Compliance in der Türkei: İYS und KVKK (2026)
Türkische Regeln für Werbeanrufe nach Gesetz 6563: İYS-Registrierung und Einwilligungsprüfung, Opt-out in drei Werktagen, KVKK-Transfers, Bußgelder 2026.
Die kurze Antwort
Kommerzielle Anrufe in der Türkei regelt das Handelsministerium (Ticaret Bakanlığı) auf Grundlage des Gesetzes Nr. 6563 über die Regulierung des elektronischen Handels und seiner Durchführungsverordnung; personenbezogene Daten beaufsichtigt separat die Kişisel Verileri Koruma Kurumu, die KVKK-Behörde. Das Modell ist ein vorheriges Opt-in, erfasst im nationalen Nachrichtenverwaltungssystem İYS, das zugleich Einwilligungs- und Opt-out-Register ist und in drei getrennte Erlaubnisse für Sprachanrufe, SMS und E-Mail unterteilt ist – an niemanden ohne dort aktive Einwilligung darf eine Nachricht gesendet werden. Dieses Regime enthält keine Regel zu Anrufzeiten: Eine vollständige Durchsicht von Gesetz 6563, der konsolidierten Verordnung und der branchenspezifischen Verbraucherschutzverordnung ergab kein Zeitfenster, keine Wochentags- und keine Feiertagsbeschränkung. Klären Sie die Lage daher mit dem Handelsministerium, bevor Sie annehmen, dass ein Zeitfenster existiert – oder dass keines existiert.
Die Türkei hat das klarste Erlaubnisregime dieser Reihe – und das am häufigsten falsch konfigurierte. Klar ist es, weil ein einziges nationales System die Antwort auf „Darf ich diese Person über diesen Kanal kontaktieren?“ enthält; falsch konfiguriert wird es, weil Teams dieses System als Sperrliste zum Herunterladen behandeln statt als Schranke, die vor jedem Versand abgefragt wird. Dieser Leitfaden folgt den Rechtsinstrumenten so, wie sie geschrieben sind, und sagt klar, wo sie schweigen.
Auf einen Blick
| Punkt | Lage in der Türkei |
|---|---|
| Aufsichtsbehörde | Handelsministerium (Ticaret Bakanlığı), das die Verordnung erlässt und vollzieht. Das nationale Einwilligungsregister betreibt die İleti Yönetim Sistemi A.Ş., eine hundertprozentige Tochter der Türkiye Odalar ve Borsalar Birliği. Personenbezogene Daten beaufsichtigt die Kişisel Verileri Koruma Kurumu mit ihrem Kurul. Elektronische Kommunikation liegt bei der Bilgi Teknolojileri ve İletişim Kurumu |
| Gesetz und Datum | Elektronik Ticaretin Düzenlenmesi Hakkında Kanun Nr. 6563, Resmî Gazete 5. November 2014 Nr. 29166; Ticari İletişim ve Ticari Elektronik İletiler Hakkında Yönetmelik, RG 15. Juli 2015 Nr. 29417, geändert RG 4. Januar 2020 Nr. 30998 und RG 28. August 2020 Nr. 31227; Kişisel Verilerin Korunması Kanunu Nr. 6698, RG 7. April 2016 Nr. 29677, Artikel 9 ersetzt durch Gesetz Nr. 7499 vom 2. März 2024, in Kraft am 1. Juni 2024 |
| Erforderliche Lizenz | Keine Telemarketing-Lizenz. Die Registrierung bei İYS ist für jede natürliche oder juristische Person Pflicht, die kommerzielle elektronische Nachrichten versenden will, und jeder registrierte Dienstleister und jede Marke erhält eine eigene İYS-Nummer. Ein zwischengeschalteter Dienstleister, der den Versand auslöst, trägt eigene Pflichten |
| Anrufzeiten (Zeitzone) | Nicht verifiziert. Weder Gesetz 6563 noch die konsolidierte Verordnung oder die branchenspezifische Verbraucherschutzverordnung enthalten ein Zeitfenster, eine Wochentagsregel oder eine Feiertagsregel. Ob an anderer Stelle eine Anrufzeitenregel existiert, etwa in einer Bekanntmachung des Ministeriums, einem Beschluss des BTK-Vorstands oder einer branchenspezifischen Bankenvorschrift, konnte nicht bestätigt werden; behandeln Sie dies als offene Frage und klären Sie es vor dem Start. Kein Rechtsinstrument nennt eine Zeitzone |
| Einwilligungsmodell | Vorheriges Opt-in. Kommerzielle elektronische Nachrichten dürfen nur an Empfänger gesendet werden, deren Einwilligung vorab eingeholt wurde, und an Empfänger ohne Einwilligung in İYS darf keine Nachricht gehen. Außerhalb von İYS eingeholte Einwilligungen müssen innerhalb von drei Werktagen hochgeladen werden; nicht in İYS erfasste Einwilligungen gelten als ungültig |
| Do-not-Call-Liste | İYS ist zugleich Einwilligungs- und Opt-out-Register; Sprachanruf, SMS und E-Mail verwaltet der Bürger als drei getrennte Erlaubnisse. Der Widerspruch ist bedingungslos und kostenlos und muss über denselben Kanal angeboten werden, über den die Nachricht kam |
| Regel zur Anruferkennung | Die Identität wird ausgesprochen, nicht angezeigt. Bei einem Sprachanruf muss der eingetragene Handelsname des Kaufmanns bzw. Vor- und Nachname des Gewerbetreibenden genannt werden, und der Zweck muss zu Beginn des Gesprächs erklärt werden, wenn er nicht offensichtlich ist. Mindestens ein erreichbarer Kontaktweg muss angegeben werden. Eine reservierte Vorwahl oder ein eigener Nummernbereich für Telemarketing ist nicht veröffentlicht |
| Regel zur Aufzeichnung | Nicht als Pflicht für kommerzielle Anrufe veröffentlicht. Weder Gesetz 6563 noch die Verordnung enthalten eine Hinweis- oder Einwilligungspflicht für Gesprächsaufzeichnungen oder eine Aufbewahrungsfrist. Eine Aufzeichnung ist ein personenbezogenes Datum, daher gelten sowohl die KVKK-Regel, dass personenbezogene Daten vorbehaltlich der gesetzlichen Rechtsgrundlagen nicht ohne ausdrückliche Einwilligung verarbeitet werden dürfen, als auch die gesonderte Informationspflicht |
| Datenschutzgesetz | Kişisel Verilerin Korunması Kanunu Nr. 6698, veröffentlicht am 7. April 2016. Die grenzüberschreitende Übermittlung wurde durch Gesetz Nr. 7499 vom 2. März 2024 (in Kraft seit 1. Juni 2024) dreistufig neu geregelt: Angemessenheitsbeschlüsse, geeignete Garantien einschließlich des Standardvertrags des Kurul und gelegentliche Ausnahmen |
| Strafen | Für den Versand ohne Einwilligung gilt ein gesetzlicher Rahmen von 1.000 bis 5.000 TRY, für 2026 durch eine Bekanntmachung des Handelsministeriums im Resmî Gazete vom 25. Dezember 2025, Nr. 33118, auf 2.859 bis 14.309 TRY angepasst. Ein einzelner rechtswidriger Massenversand kann dieses Bußgeld bis zum Zehnfachen erhöhen, und die Wiederholung desselben Verstoßes innerhalb eines Jahres nach Zustellung verdoppelt das vorherige Bußgeld |
| Aufbewahrung von Aufzeichnungen | Drei Jahre. Einwilligungsnachweise werden drei Jahre ab dem Tag aufbewahrt, an dem die Einwilligung ihre Gültigkeit verlor, sonstige Aufzeichnungen zu kommerziellen Nachrichten drei Jahre ab dem Aufzeichnungsdatum; auf Anfrage sind sie dem Ministerium vorzulegen |
| Gültigkeitsdauer der Einwilligung | Nicht veröffentlicht. Weder Gesetz 6563 noch die Verordnung sehen eine Ablaufzeit oder eine erneute Bestätigungspflicht für die Einwilligung in kommerzielle Nachrichten vor. |
Wer reguliert Outbound-Anrufe in der Türkei?
Die erste Überraschung für die meisten Teams: Nicht die Telekommunikationsbehörde ist zuständig. Die Verordnung über kommerzielle Kommunikation erlässt das Handelsministerium, vollzogen wird sie vom Handelsminister. Die BTK reguliert die elektronische Kommunikation allgemein und die KVKK-Behörde den Datenschutz, doch die Regeln, wen Sie anrufen dürfen und was Sie sagen müssen, liegen beim Handelsministerium.
Die zweite Überraschung ist, wie weit die Definition reicht. Eine kommerzielle elektronische Nachricht umfasst Daten-, Sprach- und Bildinhalte, die zu kommerziellen Zwecken über Mittel wie Telefon, Callcenter, Fax, automatische Wählsysteme, intelligente Sprachaufzeichnungssysteme, E-Mail und SMS versendet werden. Eine Predictive-Dialer-Kampagne ist im türkischen Recht kein Grenzfall – sie wird in der Definition ausdrücklich genannt.
Eine Lizenz gibt es nicht. Stattdessen registriert sich jede natürliche oder juristische Person, die kommerzielle elektronische Nachrichten versenden will, bei İYS, und jeder registrierte Dienstanbieter sowie jede seiner Marken erhält eine eindeutige İYS-Nummer. İYS selbst ist die nationale Plattform, mit deren Aufbau das Handelsministerium die Türkiye Odalar ve Borsalar Birliği beauftragt hat, um Erlaubnisse für kommerzielle Nachrichten und Beschwerdeverfahren zu verwalten; dafür wurde die İleti Yönetim Sistemi A.Ş. gegründet, deren alleiniger Anteilseigner die Union ist.
Die Pflichten erfassen auch den ausgelagerten Dialer. Ein zwischengeschalteter Dienstanbieter – also die Plattform oder das Contact Center, das den Versand tatsächlich auslöst – darf keine Nachrichten von Dienstanbietern versenden, die nicht bei İYS registriert sind, muss vor jedem Versand über İYS prüfen, ob die Empfänger eine Einwilligung haben, darf keinen Versand an Empfänger ohne İYS-Einwilligung starten und muss sein eigenes Versandsystem mit İYS abstimmen. Ein Vermittler darf zudem keine Einwilligungen im eigenen Namen einholen, um Waren, Dienstleistungen oder Geschäfte Dritter zu bewerben. E-Mail ist durch Artikel 17/A der Verordnung von diesen Prüfpflichten ausgenommen; Sprachanrufe und SMS nicht.
Einwilligung und Opt-out
Die gesetzliche Regel ist kurz: Kommerzielle elektronische Nachrichten dürfen nur an Empfänger gesendet werden, deren Einwilligung vorab eingeholt wurde. Um diesen Satz herum baut die Verordnung ein ungewöhnlich präzises Gerüst an Formvorschriften auf.
Die Einwilligung kann schriftlich, über ein beliebiges elektronisches Kommunikationsmittel oder über İYS selbst eingeholt werden. Sie muss die ausdrückliche positive Willenserklärung des Empfängers, seinen Vor- und Nachnamen sowie seine elektronische Kontaktadresse enthalten; eine über İYS eingeholte Einwilligung enthält die Willenserklärung und die Kontaktadresse. Eine Einwilligung auf Papier erfordert die Unterschrift der einwilligenden Person. Eine elektronisch eingeholte Einwilligung muss dem Empfänger innerhalb von 24 Stunden bestätigt werden, mit der Möglichkeit zum Widerspruch – es sei denn, sie wurde über İYS eingeholt.
Drei Verbote ziehen die äußeren Grenzen. Sie dürfen nicht um Einwilligung bitten, indem Sie eine kommerzielle elektronische Nachricht an die Kontaktadresse einer Person senden – damit ist die Erlaubnisanfrage-Kampagne als Taktik ausgeschlossen. Eine positive Willenserklärung darf im Einwilligungstext nicht vorausgewählt sein. Und die Einwilligung darf nicht zur Bedingung für die Lieferung der Ware oder Dienstleistung gemacht werden. Ist die Einwilligung in einen Vertrag eingebettet, muss sie am Ende des Dokuments stehen, vor der positiven Erklärung bzw. der Unterschrift, unter der Überschrift „kommerzielle elektronische Nachricht“, mit einer Ablehnungsoption und in mindestens 12-Punkt-Schrift.
Die Regel, an der die meisten Kampagnen scheitern, ist die Upload-Frist. Nicht über İYS eingeholte Einwilligungen muss der Dienstanbieter innerhalb von drei Werktagen dort erfassen; nicht in İYS erfasste Einwilligungen gelten als ungültig. Eine unterschriebene Papier-Einwilligung im Aktenschrank, die nie hochgeladen wurde, ist wertlos. Die Beweislast für eine Einwilligung außerhalb von İYS trägt der Dienstanbieter.
Es gibt echte Ausnahmen, und eine davon ist für das Forderungsmanagement entscheidend. An Kaufleute und Gewerbetreibende dürfen kommerzielle elektronische Nachrichten ohne vorherige Einwilligung gesendet werden; ihre Kontaktadressen müssen allerdings trotzdem in İYS hinterlegt und dort vor dem Versand auf einen Widerspruch geprüft werden. Unabhängig davon entfällt die İYS-Prüfung für Nachrichten über Änderung, Nutzung und Wartung von Waren oder Dienstleistungen, wenn die Person ihre Daten zur Kontaktaufnahme angegeben hat, für Benachrichtigungen zu einem laufenden Abonnement, einer Mitgliedschaft oder Partnerschaft, für Inkasso- und Zahlungserinnerungen, Informationsaktualisierungen, Kauf- und Lieferbenachrichtigungen und gesetzliche Informationspflichten sowie für Informationsnachrichten von Kapitalmarktintermediären. Der Haken steht im Text selbst: In einer solchen Benachrichtigung darf keine Ware und keine Dienstleistung beworben oder gefördert werden. Eine Zahlungserinnerung fällt nur so lange aus dem Einwilligungsregime heraus, wie im selben Kontakt nichts verkauft wird.
Do-not-Call
Die Türkei führt keine separate Robinsonliste. İYS ist als das System definiert, über das Einwilligungen zu kommerziellen elektronischen Nachrichten eingeholt, das Widerspruchsrecht ausgeübt und Beschwerdeverfahren verwaltet werden – das Register der Erlaubnisse und das Register der Widersprüche sind also ein und dasselbe.
Die Erlaubnisse gelten pro Kanal. İYS zeigt dem Bürger an einem Ort jede Einwilligung, die er jedem Dienstanbieter für jeden Kanal – Sprachanruf, SMS und E-Mail – erteilt hat, und lässt ihn jede einzeln steuern und widerrufen. Eine Einwilligung für SMS ist keine Einwilligung für Anrufe.
Der Widerspruch ist bedingungslos und kostenlos. Der Empfänger kann den Empfang kommerzieller elektronischer Nachrichten jederzeit ohne Angabe von Gründen ablehnen; der Widerspruchsweg muss einfach und kostenlos über denselben Kanal bereitgestellt werden, über den die Nachricht gesendet wurde, und die Widerspruchsmöglichkeit muss in jeder kommerziellen elektronischen Nachricht enthalten sein. Ein Widerspruch macht die Einwilligung für den Kanal ungültig, über den er erklärt wurde.
Dann laufen zwei Fristen von je drei Werktagen. Der Dienstanbieter muss den Versand an den Empfänger innerhalb von drei Werktagen nach Eingang des Widerspruchs einstellen und erhaltene Widersprüche innerhalb von drei Werktagen an İYS melden. Der Empfänger kann den Widerspruch auch direkt über İYS erklären. Nationale Feiertage, gesetzliche Feiertage und Wochenenden zählen nicht als Werktage – wichtig, wenn ein Widerspruch an einem Freitagnachmittag vor einem Feiertag eingeht.
Ein vorgeschriebenes Intervall für den Listenabgleich gibt es nicht, weil die Pflicht nicht periodisch ist. Die Regel lautet: Prüfung über İYS vor jedem Versand. Beschwerden gehen über e-Devlet, über İYS oder über die Website des Ministeriums an die Handelsdirektion der Provinz und werden zunächst auf İYS vorgeprüft; ein Vermittler, der einen Versand ausgelöst hat, muss eine Auskunftsanfrage über İYS innerhalb von fünfzehn Tagen beantworten.
Anrufzeiten und -tage
Dieses Regime kennt keine Regel zu Anrufzeiten – und das ist ein Befund, keine Lücke in diesem Leitfaden. Eine vollständige Lektüre der konsolidierten Verordnung, deren eigene Änderungstabelle genau zwei Änderungsverordnungen aus 2020 aufführt, und des Gesetzes Nr. 6563 ergab kein Zeitfenster, keine Wochentags- und keine Feiertagsbeschränkung für kommerzielle elektronische Nachrichten. Das Wort für „Stunde“ kommt in beiden Texten nur bei der 24-Stunden-Frist für die Einwilligungsbestätigung und bei Feldern zur Aufbewahrung vor. Auch die Verbraucherschutzverordnung für den Sektor der elektronischen Kommunikation enthält keine Bestimmung zu Telemarketing-Anrufzeiten.
Nicht bestätigt werden konnte, ob an anderer Stelle eine Zeitbeschränkung existiert, etwa in einer Bekanntmachung des Handelsministeriums, einem Beschluss des BTK-Vorstands oder einer branchenspezifischen Banken- oder Versicherungsvorschrift. In den hier gelesenen Rechtsinstrumenten hat die Behörde keine öffentliche Regel veröffentlicht. Klären Sie die Lage daher vor dem Start mit dem Handelsministerium und der Aufsichtsbehörde Ihrer Branche, und lassen Sie sich von keinem Anbieter ein türkisches Anrufzeitfenster nennen, als stamme es aus Gesetz 6563.
Auch eine Frequenzbegrenzung findet sich in keinem der beiden Instrumente. Ohne Anrufzeiten- und Frequenzregel ist die praktische Kontrolle diejenige, die das Gesetz dem Bürger gibt: ein bedingungsloser, kostenloser Widerspruch, der innerhalb von drei Werktagen umgesetzt werden muss. Lästige Kampagnen erzeugen Widersprüche, Widersprüche machen die Einwilligung pro Kanal ungültig – und eine verlorene Einwilligung lässt sich in der Türkei nicht durch erneutes Anrufen zurückgewinnen.
Anruferkennung und Rufnummernanzeige
Die Türkei regelt, wer Sie zu sein angeben, nicht welche Nummer Sie anzeigen. Bei einem Sprachanruf muss der Inhalt den Handelsnamen (bei Kaufleuten) bzw. Vor- und Nachnamen (bei Gewerbetreibenden) enthalten; der Dienstanbieter kann zur weiteren Identifikation einen Marken- oder Geschäftsnamen ergänzen. Ist der kommerzielle Charakter der Nachricht nicht aus dem Inhalt erkennbar, muss ein kennzeichnendes Wort wie „Aktion“, „Kampagne“ oder „Information“ verwendet und bei Sprachanrufen zu Beginn des Gesprächs genannt werden. Mindestens ein erreichbarer Kontaktweg muss angegeben werden, etwa eine Telefon-, Fax- oder SMS-Nummer oder eine E-Mail-Adresse. Aktionen, Gewinnspiele und Spiele müssen als solche gekennzeichnet sein, wobei Gültigkeitsdauer und Bedingungen über eine eigene Adresse oder eine Kundenservicenummer abrufbar sein müssen.
Eine reservierte Vorwahl oder ein eigener Nummernbereich für Telemarketing-Sprachanrufe ist nicht veröffentlicht. Weder Gesetz 6563 noch die konsolidierte Verordnung oder die branchenspezifische Verbraucherschutzverordnung enthalten eine solche Regel – ein negativer Befund aus drei Instrumenten, kein Beweis, dass kein Behördenbeschluss eine solche Regel schafft. Regeln zur unterdrückten oder gefälschten Rufnummernanzeige bei kommerziellen Anrufen wurden ebenfalls nicht gefunden. Umsichtig ist es, eine einheitliche, erreichbare Nummer anzuzeigen, die zum Handelsnamen passt, den Ihre Agenten und KI-Sprachagenten nennen, und die Nummerierungsfrage mit der BTK zu klären, falls Ihre Architektur davon abhängt.
Gesprächsaufzeichnung und Hinweise
Weder Gesetz 6563 noch die Verordnung enthalten eine speziell für kommerzielle Anrufe geltende Hinweis- oder Einwilligungspflicht für Gesprächsaufzeichnungen. Sicher ist: Die Aufzeichnung einer identifizierbaren Person ist ein personenbezogenes Datum, und das KVKK bestimmt, dass personenbezogene Daten vorbehaltlich der gesetzlich festgelegten Rechtsgrundlagen nicht ohne die ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Person verarbeitet werden dürfen. Zum Zeitpunkt der Erhebung gilt zudem eine gesonderte Informationspflicht, deren Verletzung eigenständig bußgeldbewehrt ist.
Für Gesprächsaufzeichnungen gibt es im Regime für kommerzielle Nachrichten auch keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist. Die unten beschriebene Dreijahresregel gilt für Einwilligungsnachweise und Aufzeichnungen zu kommerziellen Nachrichten; eine Gesprächsaufzeichnung behandeln Sie am besten im Rahmen Ihrer eigenen, nach KVKK begründeten Aufbewahrungsrichtlinie statt als von diesen drei Jahren abgedeckt. Kündigen Sie die Aufzeichnung zu Beginn des Gesprächs an, erwähnen Sie sie in der Datenschutzinformation nach KVKK und legen Sie die Aufbewahrung bewusst fest.
Regeln für SMS und WhatsApp
SMS ist in diesem Regime ein vollwertiger Kanal, kein Nebenschauplatz. Der Kurznachrichtendienst wird in der Definition der kommerziellen elektronischen Nachricht genannt, SMS ist eine der drei getrennt verwalteten İYS-Erlaubnisse, und jede oben beschriebene Inhaltspflicht gilt auch hier: der Handelsname, das kennzeichnende Wort, wenn der kommerzielle Charakter nicht offensichtlich ist, mindestens ein erreichbarer Kontaktweg, die Widerspruchsmöglichkeit in jeder Nachricht und die Umsetzung des Widerspruchs über denselben Kanal, über den er einging.
E-Mail ist der einzige Kanal, den die Verordnung anders behandelt: Die Prüfpflichten der Vermittler gelten nicht für kommerzielle Nachrichten per E-Mail. Sprachanrufe und SMS sind nicht ausgenommen – ein Contact Center, das SMS im Auftrag eines Kunden versendet, unterliegt daher der vollständigen İYS-Prüfung vor dem Versand.
WhatsApp und andere Over-the-Top-Kanäle werden weder in Gesetz 6563 noch in der Verordnung genannt. Die Definition der kommerziellen elektronischen Nachricht ist um Mittel wie Telefon, Callcenter, Fax, automatische Wählsysteme, intelligente Sprachaufzeichnungssysteme, E-Mail und SMS herum formuliert, und wie sich ein Business-Messaging-Kanal in diese Liste einordnet, beantworten die Instrumente nicht. Behandeln Sie die Grundsätze zu Einwilligung, Identifikation und Widerspruch als Mindeststandard, führen Sie den İYS-Nachweis für die abgedeckten Kanäle und klären Sie die Behandlung von OTT-Messaging mit dem Handelsministerium, statt die eine oder andere Antwort anzunehmen.
Datenschutz und Aufbewahrung
Das KVKK, Gesetz Nr. 6698, wurde am 7. April 2016 veröffentlicht. Die ausdrückliche Einwilligung ist – vorbehaltlich der gesetzlichen Rechtsgrundlagen – die Standardgrundlage der Verarbeitung, und die Verordnung über kommerzielle Nachrichten fügt eine eigene Regel hinzu: Vor der Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte, ihrer Verarbeitung oder Nutzung für andere Zwecke ist eine vorherige Einwilligung nötig – eine Regel, die İYS selbst ebenso bindet wie die Absender.
Die grenzüberschreitende Übermittlung wurde durch Gesetz Nr. 7499 vom 2. März 2024 (in Kraft seit 1. Juni 2024) neu geregelt und ist jetzt dreistufig. Die erste Stufe ist ein Angemessenheitsbeschluss für das Zielland, für Sektoren darin oder für eine internationale Organisation; solche Beschlüsse fasst der Kurul, sie werden im Resmî Gazete veröffentlicht und mindestens alle vier Jahre überprüft. Die zweite Stufe – wenn kein Angemessenheitsbeschluss vorliegt – sind geeignete Garantien: eine Vereinbarung zwischen öffentlichen Stellen plus Genehmigung des Kurul, vom Kurul genehmigte verbindliche interne Datenschutzvorschriften (Binding Corporate Rules), der veröffentlichte Standardvertrag des Kurul oder eine schriftliche Verpflichtungserklärung plus Genehmigung des Kurul. Die dritte Stufe umfasst Ausnahmen, die nur gelegentlich genutzt werden dürfen, darunter die ausdrückliche Einwilligung nach Aufklärung über die Risiken, die Erforderlichkeit für einen Vertrag mit der oder im Interesse der betroffenen Person, ein überwiegendes öffentliches Interesse, die Begründung oder Verteidigung eines Rechts, der Schutz von Leben oder körperlicher Unversehrtheit, wenn die Person nicht einwilligen kann, sowie die Übermittlung aus einem öffentlichen Register.
Wenn Sie den Standardvertrag nutzen, beachten Sie die Meldefrist: Der Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter muss ihn der Behörde innerhalb von fünf Werktagen nach Unterzeichnung melden; ein Versäumnis ist eigenständig bußgeldbewehrt. Welche Länder einen türkischen Angemessenheitsbeschluss haben, ist in den hier geprüften Unterlagen nicht veröffentlicht. Behandeln Sie daher jede Übermittlung türkischer personenbezogener Daten aus der Türkei heraus als garantiebedürftig, bis Sie einen Kurul-Beschluss gelesen haben, der etwas anderes sagt. Für ein Contact Center, das die Türkei aus einem anderen Land anruft, ist dies der Punkt mit dem höchsten Risiko in der gesamten Akte.
Die Aufbewahrung beträgt im Regime für kommerzielle Nachrichten drei Jahre, mit zwei unterschiedlichen Fristbeginnen. Einwilligungsnachweise werden drei Jahre ab dem Tag aufbewahrt, an dem die Einwilligung ihre Gültigkeit verlor, sonstige Aufzeichnungen zu kommerziellen elektronischen Nachrichten drei Jahre ab dem Aufzeichnungsdatum; beide sind dem Ministerium auf Anfrage vorzulegen. Vor der Änderung vom 4. Januar 2020 betrug die Frist ein Jahr. Bei einer Beschwerde trägt der Dienstanbieter und gegebenenfalls der zwischengeschaltete Dienstanbieter die Beweislast.
Strafen und Durchsetzung
Der Versand einer kommerziellen elektronischen Nachricht ohne vorherige Einwilligung fällt in den Grundrahmen von 1.000 bis 5.000 TRY pro Verstoß, in der 2022 geänderten Fassung. Diese Grundbeträge werden jährlich angepasst; für den Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2026 beträgt der Rahmen 2.859 bis 14.309 TRY, festgelegt durch eine Bekanntmachung des Handelsministeriums im Resmî Gazete vom 25. Dezember 2025, Nr. 33118. Die benachbarten Rahmen für 2026 liegen bei 2.859 bis 28.620 TRY, 5.723 bis 42.930 TRY, 28.620 bis 286.206 TRY sowie 143.102 bis 715.516 TRY für die schwersten Kategorien.
Zwei Multiplikatoren machen aus einem moderaten Betrag pro Verstoß eine echte Summe. Werden Nachrichten unter Verstoß gegen die Einwilligungsregel gleichzeitig an mehr als eine Person gesendet, kann das Verwaltungsbußgeld bis zum Zehnfachen erhöht werden – nach den Zahlen für 2026 ergibt das eine Obergrenze von 143.090 TRY für einen einzigen Massenversand ohne Einwilligung. Und wird derselbe Verstoß innerhalb eines Jahres ab Zustellung des Bußgeldbescheids wiederholt, beträgt das Bußgeld das Doppelte des vorherigen.
Auf der Datenschutzseite sehen die gesetzlichen Grundbeträge nach KVKK vor: 5.000 bis 100.000 TRY für die Verletzung der Informationspflicht, 15.000 bis 1.000.000 TRY für die Verletzung von Datensicherheitspflichten, 25.000 bis 1.000.000 TRY für die Nichtbefolgung eines Beschlusses des Kurul, 20.000 bis 1.000.000 TRY für Registerverstöße und – seit 2024 – 50.000 bis 1.000.000 TRY für die unterlassene Meldung eines Standardvertrags. Diese Beträge werden jährlich mit dem Neubewertungssatz angepasst, eine KVKK-Anpassungsbekanntmachung für 2026 wurde jedoch nicht gefunden. Die gesetzlichen Grundbeträge stehen hier daher unter diesem Vorbehalt, und kein angepasster Betrag sollte genannt werden, bevor die Bekanntmachung gelesen wurde. Die Bußgelder der ersten vier Kategorien treffen den Verantwortlichen; das Standardvertrags-Bußgeld kann Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter treffen, einschließlich natürlicher Personen und juristischer Personen des Privatrechts. Rechtsbehelfe gehen nach Artikel 18 KVKK in der durch Gesetz Nr. 7499 geänderten Fassung an die Verwaltungsgerichte.
Was sich 2025 und 2026 geändert hat
Die Verordnung selbst hat sich seit dem 28. August 2020 nicht geändert. In ihrer eigenen Änderungstabelle sind genau zwei Änderungsverordnungen aufgeführt, beide aus dem Jahr 2020. Wer also behauptet, die türkischen Vorschriften für kommerzielle Nachrichten seien kürzlich neu gefasst worden, beschreibt etwas anderes.
Geändert hat sich der Preis. Die Bekanntmachung des Handelsministeriums im Resmî Gazete vom 25. Dezember 2025, Nr. 33118, legte die Verwaltungsbußgelder nach Artikel 12 des Gesetzes 6563 für das Kalenderjahr 2026 fest – das sind die oben genannten Beträge. Diese aktuelle Änderung muss ein Plan für 2026 abbilden, und für 2027 ändert sie sich erneut.
Die andere fortgeltende Änderung ist etwas älter, aber nach wie vor der maßgebliche Rahmen: Die KVKK-Änderungen durch Gesetz Nr. 7499 traten am 1. Juni 2024 in Kraft und ersetzten das bisherige Übermittlungsregime aus Verpflichtungserklärung plus Genehmigung durch Angemessenheitsbeschlüsse, Standardverträge und verbindliche interne Datenschutzvorschriften. Ob der Kurul seitdem einen Angemessenheitsbeschluss oder einen Grundsatzbeschluss zum Telemarketing erlassen hat, konnte nicht bestätigt werden; der jüngste gelistete Grundsatzbeschluss betrifft biometrische Daten zur Anwesenheitserfassung, nicht Marketing. Ebenso wurde kein BTK-Vorstandsbeschluss aus 2025 oder 2026 zur Callcenter-Nummerierung, zum Caller-ID-Spoofing oder zu Belästigungsanrufen gefunden.
Wie die Plattform jede Regel unterstützt
DialerBee bietet Kontrollen zur Unterstützung der Compliance, die Ihnen helfen, die oben genannten Pflichten zu erfüllen. Für die Türkei gibt es kein vorkonfiguriertes Rechtsraum-Paket; Anrufzeiten, Sperrlistenverwaltung und Einwilligung werden daher pro Mandant konfiguriert. Die rechtliche Verantwortung bleibt beim Dienstanbieter.
| Türkische Regel | Unterstützende Kontrolle |
|---|---|
| Keine Nachricht an Empfänger ohne aktive İYS-Einwilligung | Einwilligungen werden als prüfbare Datensätze angelegt, aktualisiert und widerrufen und vor dem Anrufversuch geprüft statt erst nach der Kampagne |
| Getrennte Erlaubnisse für Sprachanruf, SMS und E-Mail | Einwilligungen werden als prüfbare Datensätze angelegt, aktualisiert und widerrufen, sodass ein Widerspruch vor dem nächsten Versuch beim Kontakt vermerkt ist |
| Einwilligung binnen drei Werktagen in İYS hochladen, sonst ist sie ungültig | Audit-Trail für jede Einwilligungsänderung, mit Prüfer-Export für die Ministeriumsakte |
| Versand binnen drei Werktagen nach einem Widerspruch einstellen | Ein Widerruf wirkt beim nächsten Versuch, nicht erst bei der nächsten Listenaktualisierung |
| Widerspruchsmöglichkeit in jeder Nachricht über denselben Kanal | SMS werden unter Ihren eigenen Absenderkennungen aus einer geprüften Vorlagenbibliothek versendet |
| Handelsname genannt und Zweck zu Beginn des Gesprächs erklärt | Kampagnenkonfiguration und Nachrichtenvorlagen werden vor dem Start geprüft, mit Audit-Trail für jede Regelüberschreibung |
| Dem Empfänger wird ein erreichbarer Kontaktweg genannt | Caller-ID-Pools exklusiv pro Mandant, pro Kampagne zugeordnet, mit verifiziertem Eigentum |
| Rufnummern über Ihre eigenen Netzbetreiberbeziehungen | Rufnummern über Ihre eigenen Carrier per BYOC bereitgestellt, in Pools pro Mandant |
| Zahlungserinnerungen frei von jeglicher Werbung halten | Getrennte Kampagnen und Vorlagenbibliotheken je Verkehrsart, damit Inkasso-Kontakte sauber bleiben |
| Dreijährige Aufbewahrung von Einwilligungs- und Nachrichtennachweisen | Aufzeichnung mit konfigurierbarer Aufbewahrung, Wiedergabe über signierte URLs, Legal Hold und Trennung pro Mandant |
| Türkische Kontakte werden auf Türkisch betreut | Sprachbewusste KI in 11 Sprachen, mit UCS-2-gerechter Zählung der SMS-Segmente |
Checkliste: Outbound-Compliance in der Türkei
- Registrieren Sie sich vor jeder Kampagne bei İYS und dokumentieren Sie die İYS-Nummer jeder Marke, unter der Sie senden.
- Prüfen Sie vor jedem Versand in İYS, ob für genau diesen Kanal eine aktive Einwilligung vorliegt, und behandeln Sie eine heruntergeladene Liste nie als Ersatz.
- Laden Sie jede außerhalb von İYS eingeholte Einwilligung innerhalb von drei Werktagen hoch, denn eine nicht erfasste Einwilligung ist ungültig.
- Halten Sie Erlaubnisse für Sprachanruf, SMS und E-Mail in Ihrem Datenmodell getrennt, da der Bürger sie getrennt verwaltet.
- Bitten Sie nie um Einwilligung, indem Sie eine kommerzielle Nachricht an die Kontaktadresse einer Person senden.
- Entfernen Sie vorausgewählte Einwilligungs-Checkboxen und machen Sie die Einwilligung nie zur Bedingung für die Lieferung des Produkts.
- Platzieren Sie in Verträge eingebettete Einwilligungen am Ende des Dokuments vor der Unterschrift, unter einer Überschrift „kommerzielle elektronische Nachricht“, mit Ablehnungsoption und in mindestens 12-Punkt-Schrift.
- Laden Sie Kontakte von Kaufleuten und Gewerbetreibenden in İYS und prüfen Sie auf Widersprüche, auch wenn für sie keine vorherige Einwilligung nötig ist.
- Halten Sie Zahlungserinnerungen und Servicebenachrichtigungen frei von jeglicher Werbung, sonst verlieren sie die Ausnahme von der Einwilligungspflicht.
- Nennen Sie zu Beginn jedes Sprachanrufs den Handelsnamen und den Zweck des Anrufs und geben Sie mindestens einen erreichbaren Kontaktweg an.
- Bieten Sie in jeder kommerziellen Nachricht einen kostenlosen Widerspruchsweg über denselben Kanal an.
- Stellen Sie den Versand innerhalb von drei Werktagen nach einem Widerspruch ein und melden Sie erhaltene Widersprüche innerhalb von drei Werktagen an İYS.
- Bewahren Sie Einwilligungsnachweise drei Jahre nach Ende ihrer Gültigkeit auf, sonstige Nachrichtenaufzeichnungen drei Jahre ab dem Aufzeichnungsdatum.
- Sichern Sie jede Übermittlung türkischer personenbezogener Daten ins Ausland mit einer Garantie ab und melden Sie jeden Standardvertrag innerhalb von fünf Werktagen nach Unterzeichnung bei der Behörde.
Quellen
- Elektronik Ticaretin Düzenlenmesi Hakkında Kanun Nr. 6563, konsolidierter Text mit der Bußgeldtabelle nach Artikel 12 für 2026. mevzuat.gov.tr
- Ticari İletişim ve Ticari Elektronik İletiler Hakkında Yönetmelik, konsolidierter Text mit seiner Änderungstabelle. mevzuat.gov.tr
- Änderungsverordnung, veröffentlicht im Resmî Gazete vom 4. Januar 2020, Nr. 30998, mit der die İYS-Pflichten eingeführt wurden. resmigazete.gov.tr
- Kişisel Verilerin Korunması Kanunu Nr. 6698, konsolidierter Text einschließlich Artikel 9 in der durch Gesetz Nr. 7499 ersetzten Fassung und der Bußgelder nach Artikel 18. mevzuat.gov.tr
- Elektronik Haberleşme Sektörüne İlişkin Tüketici Hakları Yönetmeliği, konsolidierter Text, geprüft auf das Fehlen einer Anrufzeitenregelung. mevzuat.gov.tr
- İleti Yönetim Sistemi A.Ş., Unternehmensangaben zur Beauftragung durch das Handelsministerium und zur Eigentümerschaft der Türkiye Odalar ve Borsalar Birliği, abgerufen am 11. September 2026. iys.org.tr
- Häufige Fragen zu İYS über die getrennte Verwaltung von Erlaubnissen für Sprachanrufe, SMS und E-Mail, abgerufen am 11. September 2026. İYS-FAQ
- Bekanntmachung des Handelsministeriums im Resmî Gazete vom 25. Dezember 2025, Nr. 33118, zur Festlegung der Verwaltungsbußgelder nach Gesetz 6563 für 2026, wiedergegeben im konsolidierten Gesetz 6563.
- Kişisel Verileri Koruma Kurumu, Index der Grundsatzentscheidungen, abgerufen am 11. September 2026. kvkk.gov.tr
Häufig gestellte Fragen
Welche gesetzlichen Anrufzeiten gelten in der Türkei?
In den hier geprüften Rechtsinstrumenten hat die Behörde keine öffentliche Regel veröffentlicht. Eine vollständige Lektüre des Gesetzes Nr. 6563, der konsolidierten Verordnung über kommerzielle Nachrichten, deren Änderungstabelle nur zwei Änderungen aus 2020 aufführt, und der Verbraucherschutzverordnung für den Sektor der elektronischen Kommunikation ergab kein Zeitfenster, keine Wochentags- und keine Feiertagsbeschränkung. Ob eine Anrufzeitenregel in einer Bekanntmachung des Ministeriums, einem BTK-Vorstandsbeschluss oder einer Branchenvorschrift existiert, konnte nicht bestätigt werden – klären Sie es daher vor dem Start, statt in die eine oder andere Richtung ein Zeitfenster anzunehmen.
Was ist İYS und muss ich mich registrieren?
İYS ist das nationale Nachrichtenverwaltungssystem, betrieben von der İleti Yönetim Sistemi A.Ş., einem eigens dafür von der Türkiye Odalar ve Borsalar Birliği gegründeten Unternehmen, deren alleiniger Anteilseigner die Union ist; zuvor hatte das Handelsministerium die Union mit dem Aufbau einer nationalen Plattform für Erlaubnisse und Beschwerden zu kommerziellen Nachrichten beauftragt. Die Registrierung ist für jede natürliche oder juristische Person Pflicht, die kommerzielle elektronische Nachrichten versenden will, und jeder registrierte Dienstanbieter und jede Marke erhält eine eindeutige İYS-Nummer.
Gilt eine außerhalb von İYS eingeholte Einwilligung in der Türkei?
Nur wenn Sie sie hochladen. Nicht über İYS eingeholte Einwilligungen muss der Dienstanbieter innerhalb von drei Werktagen dort erfassen; nicht in İYS erfasste Einwilligungen gelten als ungültig. Die Beweislast für eine außerhalb von İYS eingeholte Einwilligung trägt der Dienstanbieter – eine unterschriebene Papier-Einwilligung, die nie hochgeladen wurde, schützt Sie also nicht.
Darf ich türkische Unternehmen ohne vorherige Einwilligung anrufen?
An Kaufleute und Gewerbetreibende dürfen nach Gesetz Nr. 6563 kommerzielle elektronische Nachrichten ohne vorherige Einwilligung gesendet werden. Die Verordnung verlangt jedoch weiterhin, dass der Dienstanbieter ihre elektronischen Kontaktadressen in İYS erfasst und dort vor jedem Versand prüft, ob sie ihr Widerspruchsrecht ausgeübt haben – der İYS-Schritt entfällt also auch für Geschäftskontakte nicht.
Brauchen Inkasso-Anrufe in der Türkei eine Einwilligung?
Inkasso- und Zahlungserinnerungen fallen nicht unter die Einwilligungspflicht – ebenso wie Benachrichtigungen zu einem laufenden Abonnement, einer Mitgliedschaft oder Partnerschaft, Informationsaktualisierungen, Kauf- und Lieferbenachrichtigungen sowie gesetzliche Informationspflichten –, und für sie gilt keine İYS-Prüfung. Die Bedingung steht im Text: In einer solchen Benachrichtigung darf keine Ware und keine Dienstleistung beworben oder gefördert werden. Sobald im selben Kontakt etwas Werbliches vorkommt, entfällt die Ausnahme.
Wie schnell muss ich in der Türkei ein Opt-out umsetzen?
Innerhalb von drei Werktagen. Der Dienstanbieter muss den Versand kommerzieller elektronischer Nachrichten an den Empfänger innerhalb von drei Werktagen nach Eingang des Widerspruchs einstellen und erhaltene Widersprüche zusätzlich innerhalb von drei Werktagen an İYS melden. Nationale Feiertage, gesetzliche Feiertage und Wochenenden zählen nicht als Werktage. Ein Widerspruch über einen Kanal macht die Einwilligung für diesen Kanal ungültig.
Was muss ein Agent zu Beginn eines kommerziellen Anrufs in der Türkei sagen?
Der Anruf muss den Handelsnamen eines Kaufmanns bzw. Vor- und Nachnamen eines Gewerbetreibenden enthalten und kann einen Marken- oder Geschäftsnamen ergänzen. Ist der kommerzielle Charakter der Nachricht nicht aus dem Inhalt erkennbar, muss ein kennzeichnendes Wort wie „Aktion“, „Kampagne“ oder „Information“ verwendet und bei einem Sprachanruf zu Beginn des Gesprächs genannt werden. Zudem muss mindestens ein erreichbarer Kontaktweg des Dienstanbieters angegeben werden.
Welche Bußgelder drohen in der Türkei für Marketing ohne Einwilligung?
Der gesetzliche Rahmen beträgt 1.000 bis 5.000 TRY pro Verstoß, für 2026 durch eine Bekanntmachung des Handelsministeriums im Resmî Gazete vom 25. Dezember 2025, Nr. 33118, auf 2.859 bis 14.309 TRY angepasst. Bei einem Massenversand unter Verstoß gegen die Einwilligungsregel kann das Bußgeld bis zum Zehnfachen erhöht werden, was nach den Zahlen für 2026 eine Obergrenze von 143.090 TRY ergibt, und die Wiederholung desselben Verstoßes innerhalb eines Jahres nach dem Bußgeldbescheid verdoppelt das vorherige Bußgeld. KVKK-Bußgelder kommen gesondert hinzu, mit gesetzlichen Grundbeträgen von 5.000 bis 1.000.000 TRY je nach verletzter Pflicht.
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Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. DialerBee erbringt keine Rechtsberatung und garantiert keine Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Mehrere der obigen Punkte sind als nicht veröffentlicht oder nicht verifiziert vermerkt, weil keine Quelle gefunden werden konnte – das ist nicht gleichbedeutend mit einer Erlaubnis. Klären Sie die aktuellen Anforderungen mit dem Handelsministerium, İYS, der Kişisel Verileri Koruma Kurumu und qualifizierten Rechtsberatern vor Ort.
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